Hypnose gegen Prüfungsangst

Durch Hypnosen ler­nen Betroffene die Prüfungsangst zu ver­min­dern, durch Fokussierung der Aufmerksamkeit auf die siche­re Präsentation des erlern­ten Fachwissens.

Stress durch Prüfungsangst

In einer Prüfung soll­te erlern­tes Wissen inner­halb kür­zes­ter Zeit abge­ru­fen wer­den kön­nen, und das bedeu­tet für die meis­ten Menschen Stress, die sich in Nervosität und Unruhe zeigt. Menschen, die unter Prüfungsangst lei­den, emp­fin­den die Situation aller­dings ungleich schlim­mer, denn die über­mä­ßi­ge Ausschüttung der Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin füh­ren zu einer stark ver­rin­ger­ten kogni­ti­ven Leistungsfähigkeit und kör­per­li­chen Symptomen. Der hohe Adrenalinspiegel rät dann eher zur Flucht, ein Nachdenken ist kaum mehr mög­lich. Der Betroffene fokus­siert sich zuneh­mend auf das Erleben von Angst und ist nicht mehr in der Lage, das Wissen auf den Punkt zu brin­gen. Prüfungsangst kann die eige­nen Pläne für die nächs­ten Qualifizierungen nach­hal­tig durch­kreu­zen. Mit Hypnose wird trai­niert, den Focus der Aufmerksamkeit von der Angst und sei­nen Symptomen weg, hin­zu dem erlern­ten Fachwissen zu len­ken. Damit es sicher und sou­ve­rän in der Prüfung gezeigt wer­den kann.

Prüfungsangst und Stress ist unter Studenten weit verbreitet, unter starker Prüfungsangst leiden etwa ein Viertel der Studierenden.

Prüfungsangst und Stress ist unter Studenten weit verbreitet, unter starker Prüfungsangst leiden etwa ein Viertel der Studierenden. 

Zusammen mit Prüfungen wird erstaun­lich viel Wissen abgelegt.”
– Wolfgang Mocker– 

Wie entsteht Prüfungsangst?

Die Ursachen von Prüfungsangst sind viel­fäl­tig und indi­vi­du­ell, so wie die Menschen selbst. Im Regelfall ist die Prüfungsangst kei­ne Angst vor der Prüfung selbst. Dahinter ste­cken häu­fig die Angst vor den Folgen eines Versagens und in weni­gen sel­te­nen Fällen auch die Angst vor den Konsequenzen und Veränderungen infol­ge des Bestehens. Man möch­te sich vor Kollegen, Freunden, Mitschülern im Studium, Lehrern oder Eltern nicht bla­mie­ren und man möch­te nicht aus­ge­lacht wer­den. Dabei sind die Ursachen für den Stress in der Prüfung häu­fig ver­drängt wor­den und damit vie­len Betroffenen gar nicht bewusst.

Manchmal ste­cken auch schlech­te Erfahrungen mit einer Prüfungssituation dahin­ter. Möglicherweise wur­de man in der Schule für eine schlech­te Leistung bloß­ge­stellt und lächer­lich gemacht. Dann ist es doch ver­ständ­lich, dass in oder vor einer neu­en Prüfungssituation unbe­wusst eine Angst vor den alten schlim­men Erfahrungen reak­ti­viert wird.Möglicherweise wur­den auch gene­ra­li­sier­te Glaubenssätze ver­in­ner­licht, die zu nega­ti­ven Gedanken füh­ren. Diese Gedanken, wie bei­spiels­wei­se: „Ich bin zu dumm dazu.“ Oder auch Gerüchte wie bei­spiels­wei­se: „Die Prüfung ist extrem schwer, kein nor­ma­ler Mensch kann die Prüfung bestehen!“ wer­den im Inneren gedank­lich wie­der­holt und wer­den so auto­sug­ges­tiv zu einer sich selbst­er­fül­len­den Prophezeiung.

Die medizinische Sicht auf Prüfungsangst

Aus medi­zi­ni­scher Sicht gehört die Prüfungsangst zu den spe­zi­fi­schen situa­ti­ons­be­zo­ge­nen Phobien. Viele Betroffene zei­gen ein Vermeidungsverhalten und ste­hen sich damit selbst im Weg. Häufig wird die Angst vor Prüfungen ver­leug­net. Die Prüfungsangst zeigt sich bei vie­len Menschen schon in der Prüfungsvorbereitung durch Unruhe, zuneh­men­der Mangel an Konzentration, Vermeidung der Lernsituation und dem Unvermögen, Erlerntes im Gedächtnis abzu­spei­chern. Teilweise kann es schon zu kör­per­li­chen Symptomen wie Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel und Schlafstörungen kom­men. In sol­chen Fällen ist es rat­sam, früh­zei­tig mit einer Therapie oder einem Coaching zu beginnen.

In der Prüfung kann das Erleben der Angst eska­lie­ren. Besonders dann, wenn Anstrengungen unter­nom­men wer­den, die Angst und die Symptome vor den Prüfern zu ver­ber­gen. Die kör­per­li­chen Symptome von Zittern, Herzrasen, Mundtrockenheit und Schwitzen kön­nen sich wei­ter aus­wach­sen bis zur völ­li­gen Leere im Kopf, dem Blackout. Das gelern­te Wissen ist nicht mehr abruf­bar und eine auf die­se Art und Weise erleb­te Prüfung ver­stärkt die Prüfungsangst.

Während Personen ohne Prüfungsangst sich haupt­säch­lich auf die bevor­ste­hen­de Aufgabe kon­zen­trie­ren, fokus­sie­ren Personen mit Prüfungsangst nur einen Teil ihrer Aufmerksamkeit auf die Aufgabe und ihr Fachwissen und den über­wie­gen­den Teil auf sich und das Erleben von Angst. Die Angst scheint dann viel grö­ßer zu sein als die Aussicht auf Erfolg.

Wie viele Menschen sind betroffen von Prüfungsangst?

Prüfungsangst unter Studenten

Prüfungsangst unter Studenten ist weit ver­brei­tet, star­ke Prüfungsangst bei etwa einem Viertel der Studierenden. Dies hat der regel­mä­ßig erschei­nen­de Bericht Studierendensurvey vom Wintersemester 2015/2016 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ergeben.

 

Prüfungsangst bei Schülern

Laut Statista beträgt der Anteil an Schülern in Deutschland, die vor jeder Prüfung ner­vös sind 56,1 %. Im euro­päi­schen Vergleich ist nur in Italien der Anteil der Schüler grö­ßer. Genauere Zahlen zur Prüfungsangst bei Schülern lie­gen nicht vor. Die gro­ße Anzahl der Betroffenen macht deut­lich, dass es sich nicht um ein Einzelschicksal han­delt. Es ist ein häu­fig auf­tre­ten­des Problem, dass zur psy­chi­schen Erkrankung füh­ren kann. Klug ist wer mit recht­zei­ger Hilfe und pro­fes­sio­nel­ler Unterstützung den Teufelskreis von Prüfungsangst und Versagen unterbricht.

Wie wirkt Hypnose bei Prüfungsangst?

Heute gilt Hypnose wie­der als eine aner­kann­te Methode in der Psychotherapie, die oft zur Behandlung von Depressionen, Schlafstörungen, Angstzuständen und natür­lich auch bei Prüfungsangst ein­ge­setzt wird. Dabei wird das Gehirn in einen beson­de­ren Zustand ver­setzt, ähn­lich wie ein Wachtraum, in dem neue Gehirnverknüpfungen gebil­det und alte gelöst wer­den kön­nen. Den allei­ne schon die Vorstellung oder Imagination der Prüfungssituation löst bei den Betroffenen star­ke Reaktion von Stress, Furcht und Angst aus. Gelingt es die­ses Muster zu unter­bre­chen und ein neu­es Muster zwi­schen dem Auslöser der Prüfungssituation hin zu einer ent­spann­te­ren Reaktion zu knüp­fen, dann kön­nen die­se schon nach weni­gen Wochen in die rea­le Prüfungssituation über­tra­gen wer­den. Idealerweise lernt der Betroffene den Focus sei­ner Aufmerksamkeit gekonnt in die gewünsch­te Richtung, das Fachwissen zu lenken.

Sprechen Sie mich gerne an!

Heilpraktikerin Psychotherapie

Dr. rer. nat. Kirsten Linnow

Heilpraktikerin Psychotherapie | Hypnosetherapeutin | Kursleiterin Stressmanagement | Dipl. Chem.

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Für einen lang­fris­ti­gen und nach­hal­ti­gen Erfolg wer­den vie­le Betroffene mehr als eine Hypnosesitzung benö­ti­gen, damit ein schon lang bestehen­des Muster zwi­schen der Angst aus­lö­sen­den Prüfungssituation und der Reaktion ver­än­dert wer­den kann. Erfahrungswerte zei­gen, dass im Regelfall 5 Sitzungen aus­rei­chend sind, um eine Prüfung sta­bil und sicher zu bestehen.

Was kann ich selbst tun gegen Prüfungsangst?

Richtig Wichtiges struk­tu­riert lernen

Es lohnt sich vor­ab Zeit auf­zu­wen­den, um den prü­fungs­re­le­van­ten Lernstoff aus­zu­wäh­len und in klei­ne­ren Lerneinheiten zu struk­tu­rie­ren. Dadurch wird die Energie auf die wich­ti­gen Inhalte fokus­siert und das sorgt für eine gute Übersicht.

Feste Zeiten für Lernen, Wiederholungen und Pausen

Wichtig sind fes­te Zeitpläne zum Lernen und zum Wiederholen des Gelernten. Nur so kann das neu gelern­te Wissen im Langzeitgedächtnis ver­an­kert wer­den. Ebenso wich­tig sind fes­te Zeiten für Pausen an der fri­schen Luft mit Bewegung, damit das Gehirn Inhalte ver­ar­bei­ten und im Gedächtnis ver­an­kern kann.

Motivierende Autosuggestionen laut aussprechen

Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und schrei­ben für sich einen Satz auf, mit dem Sie sich selbst moti­vie­ren kön­nen. Der Satz könn­te mit den Worten anfan­gen: „Sobald ich die Prüfung geschafft habe, wer­de ich….“ Suche Sie sich eine beson­ders schö­ne Belohnung aus und sagen Sie den Satz mög­lichst oft laut und überzeugend.

Gesunde Lebensführung

Achten Sie in der Vorbereitung auf eine gesun­de Lebensführung mit Bewegung an der fri­schen Luft, gesun­der Ernährung, viel Trinken und aus­rei­chend Schlaf. Nur so ist das Gehirn in der Lage, sei­ne opti­ma­le Leistung bringen.

Offen über die Prüfungsangst sprechen

Sprechen Sie so oft wie mög­lich mit Freunden, Verwandten, Bekannten und Kollegen dar­über. Sie wer­den erstaunt sein, wie vie­le Menschen ähn­li­che Probleme haben. Auch in einer münd­li­chen Prüfung oder bei einer Präsentation ist es hilf­reich, die Prüfungsangst offen anzu­spre­chen. Die Energie und Anstrengung, die sie sonst dafür auf­wen­den, die Symptome der Prüfungsangst zu ver­ber­gen, kön­nen Sie dann frei nut­zen, um auf das gelern­te Wissen zu zugreifen.